Jost Schöler

eMail

jschoeler@cccbbs.de

AKA

2:2457/185

Wohnort

Kreuztal / Südwestfalen

Geburtsjahr

1969

im Fido seit

1995

Lieblingsechos

?

Am Anfang kaufte ich mir entgegen dem Willen meiner Frau einen Computer, ich wusste nur nicht so recht was ich damit machen sollte. Es sollte ein Ausgleich werden zu der damaligen hauptsächlich körperlichen Arbeit. Meine Frau war ausser sich, aber sie hatte es wohl geschluckt.

Meine alten Schul-Dos3.0-Kenntnisse halfen mir auch mit dem Ding umzugehen. Nur Win95 hat mich alle Nerven gekostet. Dann brachte mich ein Bekannter auf die Idee, es gäbe ja auch noch Mailboxen. Oh, fein. Es mußte also noch ein Modem her. Das hatte ich dann auch schnell, nur funktionieren wollte es nicht so recht.
Ich erinnerte mich an den Aufkleber meines Übermieters an der Wohnungstür eine Etage höher, da stand auch was von Modem und Interlink. Da hab ich dann mal mit meinem Modem in der Hand angeklopft. Dieser Mieter des Hauses war (im Gegensatz zu anderen) recht freundlich, sonst sah man ihn kaum. Er machte die Tür auf und wir waren uns von Anfang an sympathisch. Es war Henning Schroeer (2:2457/265) heute Host des Südwestfalen-Netzes.
Er half mir bei dem Modem, was ich dann gegen ein vernünftiges MarkenModem austauschte. Das ganze war ca. vor 6 Jahren.
Er zeigte mir neben seinem OS/2 auch das Fidonet und dann gings ganz schnell. Ich wurde Point, und mit OS/2 kam ich auch viel besser zurecht als mit Win95.

Dann war ja die Frage, was ich mit dem Computer anstellen sollte auch geklärt. Mit Spielen hatte ich nun mal nix am Hut. Also wurde ich irgendwann Sysop einer Mailbox die dann auch recht erfolgreich unter OS/2 implementiert wurde. Sie nannte ich dann nach meinen zwei Katzen und meinem dann neuen Wohnort: Charly and Clyde Crombach BBS. (Krombach wurde früher mit C geschrieben). Im nächsten Schritt wurde ich dann auch Node und aufgrund des Boxensterbens im Fidonet übernahm ich mehrere Points von anderen Mailboxen: Interlink (Wolfgang Schellhorn), Morituri di Salutant (Dietmar Schneider), und Henning Schroeer brauchte zwischendurch die Rechner für die berufliche Entwicklung, so das seine Points auch bei mir landeten. Oft trafen wir uns dann in erlauchter Runde bei unserem Griechen im Hinterzimmer und machten diese Gaststätte Ouzo-frei... Natürlich bin ich zwischendurch dann auch auf ISDN umgestiegen, damit meine Frau zwischen den Polls der Points auch noch telefonieren konnte.

Daneben erkannte ich dann auch noch Mithilfe eines zweiten Rechners, was man doch alles für schöne Sachen im Netzwerk machen konnte. Das führte neben gesundheitlichen Problemen mit der körperlichen Arbeit dann dazu, das ich mich zum Systemtechniker weitergebildet habe und dann bei einem IT-Dienstleister angefangen habe. In dieser Zeit hat dann Henning Schroeer wieder die ganze Point-Bande zu sich nach Hause geholt, weil ich die Rechner für Weiterbildung brauchte.

Im Ganzen Gesehen verdanke ich dem Fidonet einen großen netten Freundeskreis mit viel Abwechslung, netten Chats und Plaudereien in den boxinternen Echos CCC.CHAT usw. Zusätzlich bin ich dadurch Netzwerk-/Systemtechniker geworden und habe eine neue Aufgabe. Dies auch nicht zuletzt aus den Informationen und Hilfestellungen der entsprechenden Fido-Areas.

Die Frau, die die ganze Zeit am Nörgeln war, hat sich jetzt dann auch endlich erledigt und ich habe eine Freundinn gefunden, welche das so akzeptiert, wie es ist.

Mittlerweile wohne ich wieder in Kreuztal-Zentrum und lebe alleine in einer netten 52 qm-Wohnung. Mein Wohnzimmer hört sich an wie ein Rechenzentrum, da dort mittlerweile 3 Rechner permanent laufen und mir entsprechende Dienste zukommen lassen.

Im nächsten Schritt werde ich dann vielleicht auch noch die Selbsttändigkeit (Freiberufler) antreten. Das Fidonet hat bei mir nachwievor eine zentrale Rolle, wobei ich allerdings nicht mehr die Zeit aufbringen kann, wie früher.

Für die Zukunft wünsche ich mir und dem Fidonet ein angenehmes Weiterkommen, wie es auch immer aussieht. Wer meint, das Fidonet würde neben dem Internet sterben, liegt auf dem Holzweg. Denn der persönliche Kontakt ist mir und vielen anderen viel Lieber, als die anonyme Masse "Internet". Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile.

Was mich und Fidonet betrifft, werde ich in naher Zukunft mein Nodesystem ganz neu aufsetzen. Dieses System wird dann erstmals auch bei mir auf Linux (meinem Hobby) laufen. Ebenfalls liebäugele ich mit einem passwortsicheren Webinterface.

Jost Schöler, 2:2457/185, ehemlg. Sysop der Charly and Clyde Crombach BBS

(c) 2001 Jost Schöler

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