Christoph Ripp

Aufgabe

Programmsupport WinPoint & Linux

eMail

AKA

2:2450/410.10  2:2432/203.10

Wohnort

Köln

Geburtsjahr

1977

im Fido seit

April 1996

Lieblingsechos

STARTREK.*.GER, BABYLON5.GER und andere

Die Anfänge...

Es war im Februar 1996, einige Wochen nachdem ich ein 14.4er-Modem geschenkt bekommen habe. Es war kalt, es war Karneval und ich hatte keine Lust darauf - also nutzte ich die Gelegenheit, mal endlich dieses seltsame Modem auszuprobieren. Dass man mit so einem Gerät "irgendwas mit Mailboxen" machen konnte, wusste ich und Dank SWF3 kannte ich sogar die Nummer einer solchen Box, nõmlich der SWF3-eigenen Elchbox (Gott hab sie selig). Also alles angeschlossen, Windows und ein Terminalprogramm gestartet (übrigens das vom Norton Commander...) und es konnte losgehen. Das Gefühl des folgenden Augenblicks kann man schwer beschreiben, als plötzlich Zeichen von einem fremden Rechner auf meinem Monitor erschienen. Anfõnglich noch ziemlich schüchtern, schaute ich mich vorsichtig in der Box um - ich wollte ja nicht sofort irgendwas falsch machen - und geriet schliesslich in den Chat-Bereich der Box.

Hier traf ich dann einen alten Bekannten wieder, der mich letztendlich ins Fido gebracht hat. Jörn Bredereck fragte mich, ob ich denn schon Point sei und er könne mir erstmal CrossPoint zum Einstieg empfehlen - ich solle mir doch einfach mal eine Box in meiner Nähe aussuchen, es gäbe da in der SWF3-Box ein Mailbox-Verzeichnis, dass man abfragen könne. Obwohl ich von all dem vielleicht gerade mal die Hälfte verstanden habe, nickte ich innerlich brav mit dem Kopf und tat wie geheissen. So klingelte ich den einige Zeit später bei Oliver Grimm an und lallte im Sysop-Chat irgendwas von Point, Fido und anderen Dingen, die ich gehört hatte... irgendwie muss Oliver wohl schlau daraus geworden sein, jedenfalls war ich ein paar Tage später, nachdem ich die Crosspoint-Anleitung verdaut hatte, Point in der cout-Box von ihm.

Die Zeit im Fido

Eins meiner ersten Fido-Echos war, wie wohl bei sehr vielen hier, die STARTREK.GER, wo man sehr viel erfahren konnte, aber auch direkt merkte, wie auf die eigene Meinung eingegangen wird, das alles in einer sehr "gemütlichen" Atmosphäre. Ich fühlte mich gute aufgenommen. Recht schnell lernte ich auch eine der "Schattenseiten" des Fido kennen: der eigentliche Grund, weshalb ich ins Fido kam, war die SWF3.GER, doch diese bot mein Sysop zwar an, jedoch kamen wochenlang keine Mails. Bei allen möglichen Leuten habe ich rumgejammert, alle haben sich bemüht, doch keiner konnte wirklich den Fehler finden. Bis eines Tages plötzlich Mails in der SWF3.GER kamen. Warum, das weiss ich bis heute noch nicht... auch das kann Fido sein.

Aber auch in der Box meines Sysops war damals so einiges los: er hatte sich mit einigen seiner Bekannten, die auch Boxen betrieben, zum KölschNet zusammengeschlossen. Hier konnte man all das ausleben, was man im "normalen" FidoNet nicht durfte: "no more rulez" war und ist die Devise im KölschNet, ein bisschen Pöbeln gehörte zum guten Ton und das Niveau schwankte irgendwo zwischen ganz tief unten und ganz weit oben. Es war einfach nur herrlich entspannend. Natürlich gehörten nicht nur der Mailaustausch, sondern auch die KölschNet-Treffen bei einem der Sysops dazu - die meistens in ziemlichen chaotischen Ideen wie dem CD-Weitwurf endeten. Meine Eltern, die in den Nachrichten (1996) bereits die ersten Meldungen vom bösen Internet gehört hatten, trauten der ganzen Sache nicht, mittlerweile haben sie aber auch gemerkt, dass nicht alle Menschen schlecht sind.

Im März 1998, mittlerweile hatte ich die Schule eigentlich schon hinter mir, durfte ich für diese Lehranstalt den Versuch wagen, eine eigene Schulmailbox aufzubauen. Natürlich sollte auch diese ins FidoNet, was auch funktionierte - so wurde ich auch mal selbst Sysop. Leider war aber die Werbung in der Schule nie wirklich gross, die Lehrer stürzten sich lieber auf das mittlerweile schon total "hippe" Internet, so dass ich einen technischen Defekt zum Anlass nahm, das ganze Projekt im Novmber 1998 wieder einzustellen - aber dem Fido blieb ich natürlich dennoch treu.

Bald sind es fast vier Jahre, die ich im Fido verbracht habe. In diesen vier Jahren hat sich in meinem "realen" Leben so einiges geändert und dabei war es dann immer schön, wenn man ab und an mal Zufluch bei seiner "Fido-Familie" suchen konnte. Und so einiges Male hat das Fido auch Auswirkungen für mein "Reallife" gehabt, so bin ich etwa an meinen heutigen Studentenjob in einer EDV-Abteilung über meinen Sysop gekommen, ich habe die Orte Baden-Baden und Hamburg zwecks Echotreffen besucht und dort so manch nette Leute kennengelernt und ich freue mich auch heute noch auf jedes KölschNet-Treffen, auch wenn sich seit damals viel getan hat.

Auf die nächsten 40 Jahre Fido...

(c) 1999 Christoph Ripp

[Einführung] [Details] [Software] [Fido-over-IP] [Mitmachen!] [Erfahrungen] [Echos] [Dokumente] [FidoNews] [Links] [News] [WIF] [Interaktiv]

[Drei Frames] [Zwei Frames] [Keine Frames]